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Wohnen im Alter - Barrierefrei und sicher

Für viele ältere Menschen stellt sich ab einem bestimmten Zeitpunkt eine wichtige Frage: Bleibe ich zu Hause wohnen oder sollte ich mich nach Alternativen umsehen? Die häufigste Antwort darauf ist verständlicherweise, dass man auch bis ins hohe Alter in seiner eigenen Wohnung oder im eigenen Haus wohnen möchte. Im Idealfall natürlich ohne Hilfe oder Anpassungen. Dass dieser Wunsch aber nicht immer realisierbar ist, merken viele Pflegebedürftige erst, wenn es schon zu spät ist und die Barrieren im eigenen Wohnraum unüberwindbar werden. Solche Probleme können jedoch einfach vermieden werden, indem man sich schon vor einer plötzlichen Pflegebedürftigkeit Gedanken darüber macht, wie man idealerweise seinen Lebensabend verbringen möchte und so optimal vorsorgt.

So wollen die Deutschen im Alter wohnen

Statistik: Wie möchten Sie im Alter von 70 Jahren wohnen?

Eine 2016 von Statista veröffentlichte Umfrage von Menschen über 50 hat ergeben, dass sich eine beeindruckende Mehrheit wünscht, auch ab dem 70. Lebensjahr komplett ohne Hilfe zuhause wohnen zu bleiben. Insgesamt gaben zwei Drittel diesen Wunsch an. Etwas mehr als die Hälfte der Befragten konnte sich auch vorstellen, Hilfe beim Wohnen im eigenen Zuhause in Anspruch zu nehmen. Im starken Kontrast dazu gaben lediglich 15 % an, später einmal in einem Pflegeheim leben zu wollen, während zumindest 23 % betreutes Wohnen als mögliche Alternative in Betracht ziehen. Der Drang nach Unabhängigkeit ist somit auch statistisch belegt und wird sich in Zukunft womöglich noch erhöhen.

Entwicklung des Wohnens im Alter in Deutschland

Seit jeher ist der Gedanke an einen möglichen Umzug in ein Altenheim für viele Senioren unangenehm. Deshalb verwundert es nicht, dass viele Pflegebedürftige so lange es geht in ihrem eigenen Zuhause leben wollen. Da dies aber vor allem in der Vergangenheit häufig zu vielen Problemen führen konnte, war der Umzug in ein Pflegeheim meist alternativlos. Nur dort war ständige Sicherheit und Mobilität garantiert. Außerdem waren die Preise für eine Rundum-Betreuung niedriger und die generelle Verfügbarkeit von Plätzen in guten Pflegeheimen besser. Dazu kommt, dass es früher höhere Renten gab wegen derer sich Senioren mehr leisten konnten. Insgesamt war der Umzug in ein Pflegeheim aus finanzieller und logistischer Sicht eine gute Alternative, die heutzutage für viele nicht mehr in Frage kommt.

Der demographische Wandel und seine Bedeutung

Das hat sich in den letzten Jahren allerdings grundlegend verändert. Aufgrund des demographischen Wandels gibt es immer mehr ältere, pflegebedürftige Menschen und immer wenige junge Menschen. Dadurch sinken die Renten stetig, während der Bedarf an Pflege steigt und immer weniger gedeckt werden kann. Das liegt zum einen an fehlenden Nachwuchskräften in der Pflegebranche sowie fehlenden Plätzen in bezahlbaren Altenheimen und zum anderen daran, dass Angehörige – meist berufsbedingt – immer weniger Zeit haben, sich um Senioren zu kümmern.

Andere Entwicklungen sorgen gleichzeitig dafür, dass es für alte und pflegebedürftige Menschen immer einfacher wird, selbstständig in den eigenen vier Wänden zu wohnen. Durch Gesetzesänderungen in den letzten Jahren stiegen beispielsweise die Leistungen der Pflegekassen für Formen der Pflege außerhalb eines Pflegeheims. Dadurch sollten überfüllte Einrichtungen entlastet und Anreize für das selbstständige Wohnen im Alter geschaffen werden.

Finanzierungs-möglichkeiten für Umbaumaßnahmen

Bei Vorliegen einer Pflegestufe/eines Pflegegrades (ab 2017) können die Pflegekassen bei der Finanzierung von Umbaumaßnahmen Zuschüsse bereitstellen. Allerdings müssen die Umbaumaßnahmen dazu beitragen, dass die häusliche Pflege erheblich erleichtert oder überhaupt erst ermöglicht wird.

Pro Umbaumaßnahme können hierbei bis zu 4.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass alle Veränderungen der Wohnung bzw. des Hauses, die zum Zeitpunkt der Zuschussbewilligung notwendig sind, lediglich als eine Maßnahme gelten. Müssen zum Beispiel mehrere Türrahmen verbreitert werden, zählt nicht jede einzelne Verbreiterung als eigene Maßnahme. Werden weitere Umbauten nötig, z. B. falls sich die Pflegesituation verändert, werden sie als neue Maßnahme angesehen.

Am besten beantragt man den Zuschuss vor Beginn der Umbauarbeiten mit einem Kostenvoranschlag bei der Pflegekasse, um bei der Prüfung von Umbaumaßnahmen auf der sicheren Seite zu sein. Gegebenenfalls werden von der Pflegekasse nämlich einfachere, sachgerechtere Lösungen vorgeschlagen.

Der technologische Fortschritt

Daneben sorgt der technologische Fortschritt für viele Verbesserungen im Alltag von Pflegebedürftigen. Umbaumaßnahmen und Sanierungen von nicht-barrierefreien Wohnräumen werden immer einfacher und günstiger, wodurch sie mittlerweile eine äußerst gute Möglichkeit darstellen, den Gang ins Pflegeheim zu vermeiden. Zudem sind auch hier die Zuzahlungen der Pflegekassen gestiegen, was die Finanzierung erheblich vereinfacht. Daneben kann durch die Installation von Hausnotruf- und Überwachungssystemen auch ohne die ständige Anwesenheit einer anderen Person die Sicherheit von Pflegebedürftigen ich hohem Maße gewährleistet werden.

Dank Umbau zu einer barrierefreien und altersgerechten Wohnung

Nur in einem barrierefreien Zuhause lässt es sich auch mit Pflegebedürftigkeit gut wohnen. Welche Umbaumaßnahmen und Umgestaltungen dabei genau vorzunehmen sind, hängt natürlich vom bisherigen Wohnraum und den genauen Einschränkungen ab. Auch der finanzielle Rahmen spielt eine Rolle bei der Neugestaltung des eigenen Zuhauses. Diese Neugestaltung fängt bereits bei kleinen Dingen an. So sollten mögliche Stolperfallen wie Teppiche oder freiliegende Kabel entfernt oder sicher befestigt werden, um Stürze zu vermeiden. Eine enge oder zu üppige Möblierung des Wohnraumes erhöht die Sturzgefahr ebenfalls und sollte vermieden werden. Weniger ist in diesem Fall mehr. Außerdem sollten alle Treppen mit einem zusätzlichen, zweiten Handlauf ausgestattet und gut beleuchtet werden. Noch besser wäre es, einen Treppenlift zu installieren, der jedoch mehr Platz benötigt.

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Früh Präventivmaßnahmen ergreifen!

Um auch bis ins hohe Alter sorgenfrei im eigenen Heim leben zu können, sollte man am besten so früh wie möglich vorsorgen und Präventivmaßnahmen ergreifen, die den Umstieg später erleichtern. So kann man zum Beispiel schon beim Hausbau darauf achten, dass das neue Heim von Anfang an möglichst barrierefrei ist, um im Alter keine Umbaumaßnahmen mehr unternehmen zu müssen. Auch beim Kauf einer Wohnung kann schon früh Wert auf Barrierefreiheit gelegt werden, wenn man sich zum Beispiel für ein Wohnhaus mit Aufzug entscheidet. Auch breite Türen sind im Alter sehr vorteilhaft, um die Mobilität mit einem Rollator oder ähnlichem nicht einzuschränken.

Welche Umbaumaßnahmen gibt es?

Die Möglichkeiten, das Zuhause barrierefrei zu machen, sind vielfältig. Die folgende Liste hilft dabei, sich einen kleinen Überblick zu verschaffen:

  • Rampe im Eingangsbereich des Wohnhauses
  • Handlauf zum Abstützen im Flur
  • Treppenlifts oder Handläufe an den Treppengeländern
  • Hausnotrufanlage für Notfälle
  • Rolladenmotoren an den Fenstern
  • Pflegebetten
  • Angleichen der Balkonschwelle
  • Badewannenlift
  • Ebenerdige Dusche
  • Anpassungen an der Toilette (z.B. eine Erhöhung)
  • Anpassungen der Küche (z.B. Höhe vom Herd, vom Kühlschrank etc.)

Was passiert im Notfall?

Pflegebedürftigkeit ist nicht immer zu planen und vorauszusehen. Häufig reichen ein unerwarteter Sturz oder eine Krankheit aus, damit man den eigenen Alltag nicht mehr bestreiten kann. In solchen Fällen ist es wichtig, zu wissen, was zu tun ist, um schnellstmöglich eine gewisse Barrierefreiheit zu schaffen. Einige Umbaumaßnahmen sind glücklicherweise relativ schnell zu realisieren und können auch in Notfällen innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden. Dies ist beispielsweise bei der Anschaffung eines Pflegebettes oder der Installation von Haltegriffen der Fall.

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Fazit:

Heutzutage ist es leichter denn je den Lebensabend in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Dabei helfen einem die unzähligen Möglichkeiten an Umbaumaßnahmen, die den eigenen Wohnraum barrierefrei machen können. Viele dieser Maßnahmen werden von den Pflegekassen mitfinanziert und sind somit für einen Großteil der Betroffenen zugänglich. Sicher-ins-Alter.de bietet eine kostenlose Erstberatung mit anschließenden unverbindlichen Angeboten geprüfter Dienstleister.

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