Treppenlifte

Hier finden Sie alle Infos zu den verschiedenen
Typen, der Ausstattung & den Kosten.

Treppenlifte

Optionen für den Treppenlift – alles zu Standard- & Speziallösungen

Die verschiedenen Modelle der Treppenlifthersteller lassen sich heutzutage sehr gut an den individuellen Bedarf anpassen. Das gilt sowohl für die persönlichen Anforderungen als auch für die räumlichen Möglichkeiten. sicher-ins-alter.de zeigt Ihnen verfügbare Optionen für den Treppenlift, damit Sie den passenden finden.

Treppenlift anschafften

Treppenlift anschaffen – viele Fragen, viele Faktoren

Wer sich für die Anschaffung eines Treppenlifts entschieden hat, um sich oder Angehörigen den Alltag zu erleichtern, stellt sich bei seiner Suche nach einem passenden Modell sicherlich viele Fragen – zum Beispiel: „Welches Modell eignet sich für Rollstuhlfahrer?“. Hinzu kommen Fragen, die man sich vielleicht nicht im ersten Moment stellt wie „Was passiert bei Stromausfall?“.

Es gibt verschiedene Faktoren, die DEN passenden Treppenlift auszeichnen. Diese müssen aber immer individuell betrachtet werden. Umso wichtiger ist, dass man die verschiedenen Optionen beim Treppenlift kennt. 

Sitze – Material und Ausstattung  

Wer sich für einen Sitzlift entscheidet, kann sich zunächst für ein Material entscheiden, das für die Polsterung verwendet wird. Hier kann man in der Regel zwischen Stoff und (Kunst-)Leder auswählen. Einige Hersteller bieten auch Applikationen aus Holz, die dem Treppenliftsitz einen edleren Charakter verleihen sollen, oder Vinyl-Polster, die eine ähnliche Optik wie Kunstleder haben. Oftmals ist diese Variante aber teurer. 

Ob man sich für weiches Textil oder glatten Kunststoff entscheidet, ist persönliche Geschmackssache. Während Textil zum Beispiel im Sommer angenehmer sein kann, lässt sich Kunstleder oder Vinyl weitaus einfacher pflegen und reinigen. Für jedes Material gibt es eine Farbauswahl, sodass der Sitz z.B. der Wohnumgebung oder dem eigenen Geschmack angepasst werden kann. 

Beim Design der Sitze kann man zwischen einer partiellen oder durchgehenden Polsterung und einer teilweise „offenen“ Rückenlehne wählen. Bei letzterem würde dann der Rücken etwas mehr „Belüftung“ bekommen. 

Sicherheitsgurt 

Alter, Krankheit oder körperliche und geistige Behinderung können bei der eigenständigen Nutzung des Treppenlifts zum Risiko werden. Der Kreislauf versagt, einem wird schwindelig und schon kann man sich nicht mehr sicher im Sitz halten. Je nach Hersteller und Modell kann der Käufer zwischen einem Beckengurt, einem 3-Punkt- oder 5-Punkt-Gurt sowie einem Beingurt wählen. Die jeweiligen Vor- und Nachteile der Sicherheitsgurte können Sie hier nachlesen. 

Drehfunktion

Für einen komfortablen Ein- und Ausstieg „aus allen Richtungen“ kann man den Sitzlift mit Drehfunktion ausstatten lassen. Tatsächlich sind heute schon einige Modelle standardmäßig mit einer Drehfunktion – manuell über einen Hebel oder automatisch per Knopfdruck – ausgestattet. Grundsätzlich ist aber zu beachten, ob die Drehfunktion optional ist oder nicht. Das könnte die Kosten beeinflussen. Auf diesen Punkt sollte man speziell dann achten, wenn man sich für einen gebrauchten Treppenlift entscheidet, denn die Drehfunktion ist nicht nur praktisch, sondern trägt enorm zur Sicherheit bei, wenn der Treppenliftnutzer nicht direkt an der obersten Stufe aussteigen muss. Sie wollen sich näher zur Drehfunktion informieren? Gerne – lesen Sie hier mehr.

Weitere Optionen, die beim Sitz zu beachten sind:

  • Armlehnen – hochklappbar oder nicht, normale Ausführung oder die breite Variante, gepolstert oder ungepolstert 
  • Sitzfläche – hochklappbar oder nicht, extra breite Sitzfläche für größere oder schwerere Nutzer 
  • Sitzhöhe – sollte individuell verstellbar sein, zumindest in einem gewissen Rahmen
  • Tragfähigkeit – liegt im Normalfall zwischen 120 und 160 kg 
  • Fußstütze – zum Ablegen der Füße während der Fahrt, wahlweise automatisch per Knopfdruck oder manuell einklappbar

Kurz-Check: Welcher ist der richtige Sitz?

  • Eine Textilpolsterung bietet hohen Sitzkomfort und ist z.B. im Hochsommer angenehm auf der Haut 
  • Ein Kunstleder- oder Vinyl-Bezug lässt sich einfach reinigen – ein großer Vorteil z.B. bei Inkontinenz 
  • 3-Punkt- oder 5-Punkt-Gurt bei körperlicher Einschränkung wählen – z.B. bei vermindertem Körpergefühl oder schweren Erkrankungen wie Epilepsie
  • zusätzlichen Beingurt wählen, wenn die Einschränkung insbesondere die Beine betrifft 
  • Drehfunktion in jedem Fall bei engem Ein- und Ausstieg wählen
  • Klappfunktion wählen, wenn der Treppenlift andere Bewohner bei der Treppennutzung nicht beeinträchtigen soll 

Wenn Sie sich ausführlich zu den Sitzoptionen beim Treppenlift informieren wollen, lesen Sie hier weiter. 

 

Treppenlift für Rollstühle 

Sofern Rollstuhlfahrer nicht in allen Etagen des Haushalts einen Zweit-Rollstuhl zur Verfügung haben, immer eine helfende Hand zur Seite haben oder aus eigener Kraft in den Lift wechseln können, ist ein Hub- oder Plattformlift die beste Variante. Der entscheidende Vorteil: Der Nutzer kann mit dem Rollstuhl auf den Lift fahren und benötigt hierzu keine fremde Hilfe. 

Hub- und Plattformlifte sehen grundsätzlich sehr ähnlich aus, denn sie verfügen über eine große Fläche, auf die der Rollstuhlfahrer rollen kann, und Sicherheitsbügel, die beim Ein- und Aussteigen hoch- oder heruntergeklappt werden können. Beide Varianten können für den Innen- und Außenbereich genutzt werden, da sie meist aus Aluminium oder Edelstahl gefertigt sind – beides robuste und wetterfeste Materialien. In der Regel wird ein Hublift – auch Hebeplattform genannt – für „kurze Wege“ verbaut – also z.B. um eine kurze Treppe im Eingangsbereich zu überwinden. Der Plattformlift hingegen eignet sich für reguläre Treppen zum Überwinden von Etagen – sowohl in gerader als auch kurviger Strecke. 

Nähere Informationen zu klappbaren Plattformen, der Größe der Auffahrfläche und zusätzlichen Optionen finden Sie hier

Schiene 

Tatsächlich stellt die Schiene den Hauptkostenfaktor dar. Das liegt daran, dass jede Schiene individuell für die Treppe angefertigt wird. Umso wichtiger ist es, sich mit dem Punkt genau zu befassen. Unabhängig von der Treppenform (gerade Treppe, Kurven- oder Wendeltreppe, freie Treppe) können beide Systeme – 1-Schienen-System und 2-Schienen-System – montiert werden. 

Welches Schienensystem man wählt, hängt zum einen vom Modell ab und zum anderen von der Belastung. So können nicht für jedes Liftmodell beide Schienensysteme genutzt werden. Und je nach Traglast ist es sinnvoll, wenn das Gewicht von Nutzer und Lift nicht nur auf einer Schiene lastet. 

Kleine Entscheidungshilfe zum Schienensystem:

  • Beim 1-Schienen-System wird der Lift über eine Laufschiene angetrieben und geführt. Dadurch braucht das Schienensystem weniger Platz zwischen Boden und Treppe, allerdings lastet das gesamte Gewicht auf dieser einen Schiene. 
  • Beim 2-Schienen-System ist eine Schiene für den Antrieb des Lifts verantwortlich, die andere für die Führung. Dazu sind mehr Treppen- und Wandfixierungen notwendig, was das 2-Schienen-System nicht nur teurer, sondern auch aufwendiger in der Montage macht. Zum Einbau ist mehr Platz notwendig, allerdings kann der Lift durch das 2-Schienen-System mehr Gewicht tragen. Diese Variante eignet sich also vor allem für Nutzer mit hohem Körpergewicht. 

Unser Tipp:

Unser Tipp: Zwar sind die Kosten höher, aber es lohnt sich zum Kaufvertrag auch Serviceleistungen zu vereinbaren – wie Reparatur und Wartung. Damit sorgt der Anbieter im Notfall für schnelle Hilfe, die über die Garantie und Gewährleistung hinausgehen.

Stromausfall 

Für gewöhnlich werden Treppenlifte mit Akkus betrieben. Der Akku wird entweder immer dann aufgeladen, wenn sich der Treppenlift in seiner Station befindet – also nicht in Fahrt ist –, oder in einigen Fällen auch permanent über das Schienensystem. Fällt der Strom aus, kann der Treppenlift also dennoch genutzt werden. Jedoch nur solange es der Akku zum Zeitpunkt des Stromausfalls ermöglicht. Ist er leer, kann auch der Treppenlift nicht genutzt werden. Im Übrigen fährt der Treppenlift auch weiter, wenn während der Fahrt ein Stromausfall passiert. Nutzer sitzen also nicht mitten auf der Treppe fest. 

Anders sieht das oftmals bei leeren Akkus, defekten Sicherungen oder beschädigter Mechanik aus. Dann kann es durchaus vorkommen, dass der Treppenlift mitten in der Fahrt stehen bleibt. Für diesen Fall sind moderne Treppenlifte zunächst mit einer sanften Stoppautomatik ausgestattet, sodass der ruckartige Ausfall den Nutzer nicht aus dem Sitz wirft. Das gilt im Übrigen auch für Gegenstände, die die Schiene blockieren.