Hausnotruf-Systeme

Selbstbestimmt & sicher im Alter mit dem
Hausnotruf. Wir zeigen Ihnen wie es geht!

Hausnotruf-Systeme

Pflege im gewohnten Umfeld kann teuer sein.

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Eine Pflegebedürftigkeit verändert das Leben der Betroffenen oft komplett. Viele Tätigkeiten, die eigentlich selbstverständlich sein sollten können nicht mehr allein durchgeführt werden und bedürfen der Hilfe von Angehörigen oder Pflegepersonal. Dadurch sind nicht nur die Betroffenen in ihrer Freiheit eingeschränkt, auch für deren Angehörige kann die Pflege eine große Belastung darstellen. Die offensichtliche Wahl wäre in so einer Situation ein Pflegeheim, was allerdings mit einer Reihe von Problemen verbunden ist. Die finanzielle Belastung, die durch einen Umzug in ein Pflegeheim entstehen kann, ist für Normalverdiener kaum zu bewältigen und die Hemmschwelle, den Angehörigen “abzuschieben” ist verständlicherweise immer noch recht hoch. Zum Glück können auch Menschen, die im Alltag Hilfe benötigen dank der Förderung von der Pflegekasse in ihrem eigenen zu Hause wohnen bleiben.

Bis zu 4000,- Euro von der Pflegekasse

Die Pflegekasse gewährt für die Einrichtung eines behindertengerechten Wohnraumes einmalig Zuschüsse in Höhe von bis zu 4000 Euro pro Maßnahme. Vorsicht: Der Begriff “Maßnahme” bezieht sich hier nicht auf einzelne Umbauten an der Wohnung, sondern auf den Umbau des gesamten Wohnraumes. Das bedeutet, dass zum Beispiel nach dem Einbau eines Treppenliftes für 3000 Euro immer noch 1000 Euro für den rollstuhlgerechten Ausbau der Türen übrig bleiben. Wenn die Kosten diesen Betrag aber überschreiten, muss die Differenz entweder bei anderen Trägern beantragt werden oder im schlimmsten Fall aus eigener Tasche bezahlt werden.

Tipp:

Die Höhe der finanziellen Unterstützung ist in §40 Absatz 4 SGB XI geregelt. 

Zuschüsse aus anderen Quellen

Andere Träger für solche Umbaumaßnamen sind zum Beispiel der Landeswohlfahrtverband, die Berufsgenossenschaften oder die KfW. Während die ersten beiden aber nur in sehr spezifischen Fällen einen Zuschuss leisten, sind viele Pflegebedürftige berechtigt, ein Darlehen oder andere finanzielle Hilfeleistung von der KfW zu beantragen. Diese übernimmt dann bis zu 12,5 Prozent der Kosten für förderungsfähige Umbaumaßnahmen, bis zu einem Betrag von 6.250 Euro. Auch ein Darlehen kann sich in Einzelfällen lohnen. Pro Wohneinheit vergibt die KfW einen Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro. Nicht nur ist der effektive Jahreszins momentan mit 0,75 Prozent sehr günstig, Umbaumaßnahmen können in bestimmten Fällen auch den Wert der Wohneinheit steigern.

Tipp:

Die Darlehen der KfW richten sich hauptsächlich an Besitzer von Wohneigentum, die ihre Immobilie im Hinblick auf Barrierefreiheit modernisieren wollen.

Altersgerechtes Wohnen beginnt schon im Hausflur

Die förderungsfähigen Maßnahmen beginnen schon außerhalb der Wohnung: Die Installation eines Treppenliftes im Treppenhaus eines Mietshauses wird unter Umständen genauso gefördert wie die relativ simple Verbreiterung der Eingangstür. Auch der Einbau einer Gegensprechanlage kann von der Pflegekasse gefördert werden. Hierbei ist zu beachten, dass alle Umbauten nur nach Rücksprache mit dem Vermieter durchgeführt werden dürfen. Außerdem muss besonders in alten Häusern eventuell noch auf den Denkmalschutz und die Stabilität der Wände und Böden geachtet werden.

Innerhalb der Wohnung geht der Umbau weiter: am häufigsten werden zum Beispiel Veränderungen am Bad durchgeführt. Ein ebenerdiger Einstieg in die Badewanne und Haltestangen am WC machen den Patienten die eigenständige Körperpflege leichter, was für viele Menschen ein großes Stück Selbstständigkeit bedeutet. Häufig werden auch rutschfeste Bodenbeläge verlegt, um gefährliche Stürze zu vermeiden. Treppenlifte, Hausnotrufe und Verlegung von Wasser- und Stromanschlüssen sind ebenfalls gängige Maßnahmen. Auch Patienten, die ungewöhnliche Umbauten benötigen werden von der Pflegekasse nicht allein gelassen: Rollstuhlfahrer haben oft Probleme, in normalen Wohnungen ihrem alltäglichen Leben nachzugehen. Küchenschränke zum Beispiel sind normalerweise kaum benutzbar. Diese können tatsächlich mit einer elektronischen Höhenverstellung ausgerüstet und so erreichbar gemacht werden. Dasselbe gilt für Lichtschalter und Steckdosen: Diese können auf Greifhöhe verlegt werden, um körperlich beeinträchtigten Menschen den Zugang zu erleichtern.

Tipp:

Wenn der Zugang zu einer Wohnung, die nicht im Erdgeschoss liegt für einen Patienten nicht mehr zugänglich ist und kein Aufzug oder Treppenlift vorhanden ist, kann auch der Umzug in eine neue Wohnung mit ebenerdigen Zugang bezuschusst werden.

Pflegegeld für langfristige Hilfe

Finanzielle Unterstützung für laufende Pflegekosten.

Möchte der Patient eine selbstbeschaffte Pflegehilfe beschäftigen, steht ihm finanzielle Unterstützung in Form vom Pflegegeld zu. Die Höhe dieser Zuwendung richtet sich nach der Pflegestufe:

Leider reicht in vielen Fällen der Umbau des Wohnraumes nicht aus, um die Sicherheit und die Gesundheit des Patienten zur gewährleisten. Auch regelmäßige Pflege durch eine qualifizierte Pflegekraft oder eine Privatperson wird häufig benötigt. Auch hier bewilligt die Pflegekasse einen monatlichen Zuschuss zu den laufenden Pflegekosten. Wie hoch dieser Zuschuss ausfällt richtet sich nach der Pflegestufe/dem Pflegegrad  des Patienten.

Alternativ kann eine von der Pflegekasse angestellte Pflegehilfe oder eine lizensierte Pflegesachleistung in Anspruch genommen werden. Pflegesachleistungen sind in §36 SGB XI, §37 SGB XI und §41 SGB XI definiert.

Das Beste aus dem Zuschuss machen.

Zum Jahreswechsel 2016/2017 ändert sich das Pflegegesetz. Aus den Pflegestufen werden dann Pflegegrade. Die Menge der Zuschüsse erhöht sich dadurch in den meisten Fällen sogar Die Zuschüsse von der Pflegekasse decken die meisten wichtigen Bereiche des täglichen Lebens ab. Von der einmaligen Einrichtung eines behindertengerechten Wohnraumes bis zu monatlichen Pflegekosten können Patienten viele Hilfeleistungen in Anspruch nehmen. Natürlich müssen alle Pflegeleistungen von der Pflegekasse als solche anerkannt sein. So werden zum Beispiel Küchengeräte wie ein Kühlschrank oder ein Herd nicht übernommen. Hausnotrufe oder Treppenlifte können Patienten mit körperlichen Einschränkungen aber ein langes und selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen. Natürlich sollte neben der Qualität der Geräte auch auf deren Preis geachtet werden. Bei der Auswahl der richtigen Komponenten helfen die Beratung und der Preisvergleich von sicher.ins-alter.de.