Hausnotruf-Systeme

Selbstbestimmt & sicher im Alter mit dem
Hausnotruf. Wir zeigen Ihnen wie es geht!

Hausnotruf-Systeme
Auf der sicheren Seite

Mit einem Hausnotruf-System

Hausnotrufe gibt es in vielen verschiedenen Varianten. Die zweiteilige Grundversion mit Basisstation und Funkfinger reicht in vielen Fällen aus, aber für kompliziertere Anwendungsfälle existieren Systeme, die viele Fehlerquellen schon vor dem Absetzen eines Notrufes eliminieren können. Von mobilen Systemen , die dem Benutzer überall auf der Welt Sicherheit bieten können, bis zu automatisierten Systemen, die nicht nur Notrufe absetzen, sondern zum Beispiel auch Brände verhindern können. 

Sicherheit,

weiter gedacht

Die ersten Hausnotrufsysteme wurden in den Siebzigerjahren entwickelt. Diese ersten Geräte waren Telefone mit weniger Tasten und einem Rufnummernspeicher. Für damalige Verhältnisse eine echte technische Innovation. Der technologische Fortschritt der letzten Jahrzehnte machte aber auch vor Pflegehilfsmitteln nicht halt. Nie war es einfacher, allein lebenden Menschen auch im hohen Alter oder mit körperlicher Beeinträchtigung ein selbstständiges Leben zu ermöglichen.

Sicher daheim

Mit dem Alter steigt oft auch die Unfallgefahr im eigenen Haushalt. Und nicht nur das, Haushaltsunfälle haben für Senioren auch oft ernstere Folgen. Schwächere Knochen und abnehmende Muskelkraft machen besonders Stürze zu einer echten Gefahr. Wenn sich die Person nicht allein aufrichten kann, werden die wenigen Meter zum Telefon oder zur Haustür zu einer nicht zu überwindenden Hürde. Da viele Rentner auf die Benutzung eines Mobiltelefons verzichten kann es vorkommen, dass ein Patient nach einem Sturz mehrere Stunden oder im schlimmsten Fall sogar Tage unbemerkt in der Wohnung liegt. In so einem Fall kann ein Hausnotruf Leben retten. Geräte für den Heimgebrauch bestehen aus zwei Komponenten und nutzen den Festnetzanschluss in der Wohnung, um mit der Notrufzentrale zu kommunizieren. Der Notrufknopf wird vom Benutzer am Körper getragen. Bei Betätigung dieses so genannten “Funkfingers” wird die Basisstation aktiviert. Das Integrierte Mikrofon nimmt den Raumklang auf und überträgt ihn an die Notrufzentrale. So kann, wenn der Patient noch in der Lage ist zu sprechen, schnell geklärt werden, ob ein echter medizinischer Notfall vorliegt, oder ob es sich bei dem Notruf um einen Fehlalarm oder sozialen Hilferuf handelt. Liegt tatsächlich ein Notfall vor können die Mitarbeiter in der Zentrale gezielt auf die Situation reagieren. Die meisten Notrufbetreiber bieten eine optionale Schlüsselhinterlegung in einem Schlüsseltresor an. So können sich Rettungskräfte oder Angehörige schnell und einfach Zugang zur Wohnung des Patienten verschaffen. Natürlich kommt die Benutzung eines fest installierten Notrufsystems mit einigen Einschränkungen. In großen Wohnungen kann es passieren, dass die Funkreichweite des Notrufknopfes nicht bis in alle Räume reicht. In so einem Fall gibt es zwar Funkverstärker, die die Reichweite dramatisch erhöhen können, diese Extrageräte kosten allerdings mehr und werden im Regelfall nicht von der Pflegekasse gefördert. In so einem Fall kann eine mobile Notruflösung Sinn machen.

Lösungen

mobile Hausnotruf

mobiles Notrufsystem
mobiles Notrufsystem

Menschen, die sich viel an der frischen Luft bewegen profitieren weniger von den herkömmlichen Hausnotrufgeräten. Selbst das beste System macht wenig Sinn, wenn der Notfall außerhalb der eigenen Wohnung auftritt. In so einem Fall ist dank mangelnder Hilfsbereitschaft und Zivilcourage in der Bevölkerung auch nicht immer mit Hilfe von Passanten zu rechnen. Hier wäre die offensichtliche Lösung ein Mobiltelefon. Die Notrufnummerns 112 und 110 funktionieren mittlerweile fast überall und sind zudem kostenlos zu erreichen. Trotzdem bieten normale Handys nur begrenzte Sicherheit. Zum einen fällt vielen Senioren die Bedienung der kleinen Geräte schwer, zum anderen muss der Patient bei vollem Bewusstsein sein, um seine Situation und seinen Aufenthaltsort genau genug beschreiben zu können. Für Abhilfe sorgen hier mobile Notrufsysteme. Die Funktionsweise dieser Geräte unterscheidet sich nur in wenigen Punkten von der, fest installierter Systeme. Ein Druck auf den Notrufknopf stellt auch hier eine Verbindung zu einer Notrufzentrale her, deren Mitarbeiter sich dann nach dem Befinden des Patienten erkundigen und, wenn nötig, einen Rettungswagen zur Position des Benutzers schicken. Der Clou: Das Gerät verzichtet auf die Basisstation und baut die Verbindung über das Mobilfunknetz auf. Im Funkfinger ist nicht nur der Notrufknopf integriert, er verfügt auch über ein eigenes Mikrofon, einen Lautsprecher und natürlich einen Akku, der das handliche Gerät mit Strom versorgt. Der Einsatz von mobilen Notrufgeräten bringt allerdings eine Reihe neuer Probleme mit sich: Ein leerer Akku macht die Systeme nutzlos und ohne Mobilfunkempfang bleibt der Notruf ungehört.

Varianten mobiler Notruf

Mobile Notrufsysteme gibt es in mehreren Varianten:

  • Als eigenes Gerät, das dem Notrufknopf eines Systems für den Heimgebrauch ähnelt.
  • Als integrierte Funktion in Seniorenhandys.
  • Integriert in so genannte Notrufuhren. Diese sehen aus wie normale Armbanduhren und vereinen Form und Funktion in einem eleganten Gerät.
Das Problem

mit der Ortung im Notfall

eine Person, die sich in einem Labyrinth verirrt hat.
Verirrt?

Die größte Herausforderung, vor der Rettungskräfte immer wieder stehen, wenn sie auf mobile Notrufe reagieren, ist aber die Lokalisierung des Patienten. Wenn der Hilfesuchende genaue Angaben zu seinem Standort machen kann, entfällt diese Problematik zwar, sobald das Terrain etwas schwieriger wird oder keine genauen Angaben zum Aufenthaltsort gemacht werden können wird die Suche nach dem Patienten aber zu einem aufwändigen und zeitraubenden Unterfangen. Um auch in ländlichen Gebieten ohne Orientierungspunkte Sicherheit bieten zu können, kommen mobile Notrufgeräte mit einigen intelligenten Funktionen, die die Suche nach dem Hilferufenden erheblich erleichtern können, zum Einsatz. 

Im Notfall schnell gefunden werden

Die meisten mobilen Notrufsysteme vereinen drei verschiedene Ortungsmethoden in einem Gerät. Ein lauter Piepton, der im Notfall ertönt, soll die Suche nach dem Patienten im Nahbereich erleichtern und Passanten auf die Notsituation aufmerksam machen. Um die Einsatzkräfte in die Nähe des Patienten zu lotsen verfügen die Geräte außerdem über Empfänger für GSM und GPS. Das Gerät stellt seine Position selbstständig fest und sendet per SMS seine Koordinaten an die gespeicherten Notrufnummern. Die Einsatzmöglichkeiten der Ortungssysteme geht aber noch weiter: Verschiedene Geräte können auch, wenn kein akuter Notfall vorliegt, ihre Position regelmäßig der Zentrale mitteilen. Wenn der Träger einen festgelegten Bereich verlässt kann ein Angehöriger alarmiert werden, der den Patienten dann wieder in einen sicheren Bereich zurückführen kann. Diese “Geofencing” genannte Technik erlaubt zum Beispiel demenzkranken Menschen, länger in einem gewohnten Umfeld bleiben zu können, ohne sich in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken zu müssen.

Kostenübernahme

Leider übernimmt die Pflegekasse nur die Kosten für Heimsysteme, und auch das nur mit Pflegestufe.

Geofencing

Entscheidet sich der Kunde für eine Lösung, die Geofencing unterstützt, definiert er bei der Einrichtung des Gerätes ein Areal, in dem sich der Träger des Gerätes bewegen kann. Verlässt der Patient diesen Bereich wird Alarm ausgelöst. Besonders bei Demenzpatienten, die häufig einen starken Bewegungsdrang haben, macht so ein System Sinn, um zu verhindern, dass sich der Träger in ernste Gefahr begibt.

Zukunftsmusik:

vernetzte Sicherheit durch AAL

Die konsequente Weiterentwicklung von Hausnotrufsystemen gipfelte unlängst in der Einrichtung so genannter AAL-Systeme. AAL steht für Ambient Assissted Living und beschreibt vernetzte Haushalte, in denen der Notruf nicht nur für Hilferufe eingesetzt wird, sondern durch Automatisierung bestimmter Haushaltsbereiche den Patienten schon vor dem Eintreffen der Hilfskräfte vor Schaden bewahren kann. Die Folgen eines Sturzes an sich können im Alter recht gefährlich werden, aber was passiert zum Beispiel, wenn währenddessen das Teewasser auf dem Herd steht? Wenn der Patient sich nicht selbst aufrichten kann, kommt zu dem Sturz ein Wohnungsbrand. Vernetzte AAL-Systeme können in so einem Fall den Herd automatisch Abschalten und das Schlimmste verhindern.

Beraten lassen

Egal welches System für wen in Frage kommt, besonders wenn es um die eigene Sicherheit geht sollte der Preis eine untergeordnete Rolle spielen. Die Grundvariante mit Basisstation und Rufknopf wird zwar von der Pflegekasse übernommen, wenn eine Pflegestufe vorliegt, Zusatzfunktionen wie Fallsensoren oder mobile Systeme müssen im Regelfall aber aus eigener Tasche bezahlt werden. Trotzdem sind die Kosten für die meisten Geräte und Dienste weitaus geringer, als allgemein angenommen wird. Selbst ohne Pflegestufe übersteigen die Kosten für den Heimgebrauch nur selten 20 Euro im Monat. Die Beratung von sicher-ins-alter.de richtet sich sowohl an Betroffene als auch deren Angehörige und findet in den meisten Fällen schnell und einfach die richtige Lösung. 

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